Kleiner Hochzeitsknigge für Gäste

Du bist zu einer Hochzeitsfeier eingeladen worden? Herzlichen Glückwunsch! Das wird bestimmt eine tolle Party – sofern alle Gäste den kleinen „Hochzeitsknigge“ kennen. Das sind ein paar ganz einfache Regeln rund um das Thema Wertschätzung, die euch viel Handlungssicherheit geben. Ich habe euch die gängigsten einfach mal zusammengefasst.

  • Die Einladung

Die Einladung ist ins Haus geflattert? Dann lasst das Brautpaar nicht allzu lange auf eine Antwort warten, sondern sagt möglichst schnell verbindlich zu oder ab. Es gibt viele Punkte auf der Planungsliste, für die das Brautpaar die Anzahl der Gäste benötigt – von der Raumbuchung bis zum Essen.

 

  • Sitzordnung bei der Trauung

Die Sitzordnung ist klar geregelt. Eltern, Geschwister und die Trauzeugen sitzen in der ersten bzw. zweiten Reihe. Dann folgen Großeltern, Onkel, Tanten, Cousinen und Cousins. Auf den weiteren Stuhlreihen oder Kirchenbänken nehmen die entfernte Verwandtschaft, Freunde, Kollegen und Bekannte des Brautpaares Platz.

 

  • Kleidung

Du hast ein tolles weißes Kleid gefunden, sexy in der Länge und mit einem tollen Ausschnitt? Dann kauf es dir unbedingt … für einen anderen Anlass. ;-D Denn auf der Hochzeit trägt nur die Braut Weiß! Und selbst, wenn sie es nicht tut, sind alle Farbstufen von Weiß bis Champagner an diesem Tag für dich und alle anderen Damen tabu. Es sei denn, das Brautpaar wünscht sich eine Party in Weiß.

Und weil es ein sehr besonderer Tag für das Brautpaar ist, sollte es ohne Wenn und Aber im Mittelpunkt stehen können. Bleibt mit eurem Styling deshalb lieber eher unauffällig – vom Make-up bis zum Schmuck, vom Ausschnitt bis zur Rocklänge. Sie ziehen Blicke auf sich. Ihr seid euch unsicher? Dann stellt euch vor den Spiegel und schaut euch mit den Augen der Braut an. Würdet ihr es okay finden, wenn eure Gäste so zu eurer Hochzeit kommen würden? Wenn ihr euch dann immer noch unsicher seid: fragt einfach die Trauzeugen. Das ist allemal besser als underdressed oder overdressed bei der Hochzeit zu erscheinen.

Zu guter Letzt noch ein Hinweis für die Herren: Ihr dürft euer Jackett erst ausziehen, wenn der Bräutigam seines abgelegt hat.

 

  • Pünktlichkeit

Wer zu einer Trauung eingeladen ist, hat mindestens 15 Minuten vor Beginn am Trauort zu sein. Alles andere ist fehlende Wertschätzung. Solltet ihr dennoch zu spät kommen, bleibt bitte entweder direkt vor der Tür stehen oder schleicht leise hinein, zieht eure klappernden Schuhe aus und setzt euch unauffällig in die hinteren Reihen.

 

  • Geschenkübergabe

Die Geschenkübergabe erfolgt in der Regel zu Beginn der Feier. Es wäre ja auch wirklich doof, ein Geschenk den ganzen Abend mit sich herumtragen zu müssen. In vielen Fällen ist am Veranstaltungsort ein Geschenktisch aufgebaut. Dort könnt ihr eure Präsente ablegen – bitte immer mit einer Karte, auf der euer Name steht. Denn sonst geht später beim Brautpaar das große Rätselraten los, welches Geschenk wohl von welchem Gast kommt.

Geldgeschenke sind eigentlich immer willkommen und definitiv kein Zeugnis von mangelndem Einfallsreichtum! Schließlich kostet so eine Hochzeit einiges an Geld. Und die Hochzeitsreise soll möglichst auch nicht auf Balkonien stattfinden. Ein Tipp: Damit das Brautpaar den Betrag nicht sofort erraten kann, solltet ihr das Geld blickdicht verpacken oder verbasteln.

 

  • Hochzeitsfeier

Was für den einen richtig viel Spaß bedeutet, kann für einen anderen eine Qual sein. Plant deshalb für die Hochzeitsfeier keine Programmpunkte, die das Brautpaar nicht möchte. Egal, ob es eine Rede, Karaoke, Gedichte, ein Hochzeitsspiel oder eine Brautentführung ist. Fragt am besten immer die Trauzeugen oder den Zeremonienmeister. Sie können euch sagen, ob eure Einlage eine gute Idee ist und wann sie am besten in den Zeitplan passt.

Als Faustregel gilt: Alles, was ihr plant, sollte so kurz und interessant oder lustig wie möglich sein. Sollte dennoch mal ein langweiliger Redner oder Programmpunkt dabei sein, macht eine gute Miene und verzichtet auf Bemerkungen.

Ein Wort noch zum Essen: Falls es ein Buffet gibt, verwandelt euch nicht in wilde Tiere, drängelt und baut Riesentürme auf eurem Teller. Geht lieber öfter und nehmt kleinere Portionen. Das macht einen besseren Eindruck und verbraucht auch gleich noch 3-5 Kalorien.

 

  • Alkohol

Es ist keine Seltenheit, dass Gäste auf Hochzeitsfeiern sehr schnell sehr viel Alkohol trinken. Vor allem dann, wenn das Brautpaar noch mit dem Fotografen unterwegs ist und die Gäste im Wirtshaus auf die Gastgeber warten. Schön ist das für das Brautpaar nicht. Ganz und gar nicht. Oder möchtet ihr total betrunkene Gäste auf eurer Feier haben, die sich daneben benehmen? Ich persönlich wäre schon sehr enttäuscht und sauer, weil es ja schließlich einer der schönsten Tage in meinem Leben sein sollte.

Kenn dein Limit – so heißt die Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Und ich finde, er passt hier gut her.

 

  • Der Eröffnungstanz

Die erste Musik ertönt und die Tanzfläche ist noch leer. Da würden einige Gäste gern gleich das Tanzbein schwingen. Aber Obacht: Der erste Tanz gehört allein dem Brautpaar und gilt als Einleitung der Party. Erst nach einer gewissen Zeit werden dann Trauzeugen und Eltern auf das Parkett gebeten. Die Braut tanzt mit dem Schwiegervater und der Bräutigam mit der Schwiegermutter. Danach werden die Trauzeugen und alle anderen Gäste zum Mittanzen eingeladen.

Ganz wichtig: Fordert euch das Brautpaar zu einem Tanz auf, wäre es sehr unhöflich, abzulehnen.

Der Abschied

Solltet ihr euch, aus welchen Gründen auch immer, recht früh von der Feier verabschieden wollen oder müssen, wartet zumindest, bis das Brautpaar die Hochzeitstorte angeschnitten und zumindest den Ehrentanz absolviert hat. Das ist nicht nur höflich, sondern auch Sitte.

So, das war’s schon. Ich hoffe, ich konnte ein paar eurer Fragen klären und wünsche allen frisch geladenen Gästen eine tolle Feier!

Kontakt

 

Trau und Eventstube

Hochzeitsplanerin IHK & freie Rednerin

 

Daniela Friedrichs

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